Wir setzen Ressourcen wie Wasser und Energie optimal ein, um sie für künftige Generationen zu erhalten und um den Schutz von Umwelt, Mensch und Tier zu sichern. Dafür legen wir unseren Fokus auf eine stetige Verringerung der verbrauchten Ressourcen.

NEWSTICKER

Ressourcenschutz

Unsere Verantwortung gegenüber der Umwelt

Die Lebensmittelindustrie ist eine energieintensive Branche. Als eines der führenden Unternehmen der Fleischbranche sind wir uns bewusst, wie wichtig es ist natürliche Ressourcen zu schützen und Energie zu sparen. Dabei setzen wir auf drei Handlungsfelder: Energie einsparen, Energie optimal nutzen und eine hohe Effizienz durch Eigenstromerzeugung. Wir investieren in moderne Technologien und überprüfen unseren Energiemix regelmäßig, um noch besser zu werden.
Uns ist bewusst, dass insbesondere auf den Stufen der Tierhaltung erheblich Ressourcen verwendet werden, bis das Schlachttier zu uns kommt. Wir berichten zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich über unsere Aktivitäten und Pläne, um unsere Lieferanten bei einer möglichst effizienten Arbeit zu unterstützen.

Wichtige Kennzahlen

Toennies-Blockheizkraftwerke-GP

Unsere Maßnahmen

Unsere Umweltschutz-Expertin Susanne Lewecke erklärt unsere Maßnahmen zum Thema Ressourcenverbrauch.

Damit wir die benötigten Ressourcen so effektiv wie möglich einsetzen können, nutzen wir unsere Erkenntnisse aus den zertifizierten Umwelt- und Energiemanagementsystemen gem. ISO 14001 und ISO 50001. So können wir einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess durchführen. Die Fachabteilung kommuniziert die Ergebnisse durch Managementreviews an die Unternehmensleitung und legt im Austausch zusätzliche und neue Maßnahmen zur Einsparung von Ressourcen fest. Um den Verbrauch in den jeweiligen Produktionsbetrieben besser analysieren zu können, haben wir Bilanzgrenzen definiert.

Nachhaltigkeit gemäß weltweiter Standards

100 Prozent aller deutschen Betriebe der Tönnies-Gruppe sind nach dem Energiemanagementsystem DIN EN ISO 50001 zertifiziert, eine weltweit gültige Norm für systematisches Energiemanagement. 85 Prozent der deutschen Betriebe der Tönnies-Gruppe sind nach dem Umweltmanagementsystem DIN EN ISO 14001 zertifiziert. Damit werden Anforderungen und Normen zu Ökobilanzen festgelegt. Unser Ziel ist es, die noch fehlenden Betriebe und Werke bis 2020 auch nach 14001 zu zertifizieren.

Bereits zum 10. Mal erstellen wir 2018 eine jährliche CO2-Bilanz unseres größten Werkes in Rheda-Wiedenbrück. Die erste CO2-Bilanz erstellten wir im Jahr 2009 mit dem Bremer Energieinstitut. Für die CO2-Bewertung eines einzelnen Produktes haben wir die Spur eines Schnitzels verfolgt: Von der Rohstoffgewinnung bis zum Endverbraucher zeigte sich, dass der Beitrag der Schlachtung und Zerlegung mit nur ca. 2 Prozent zum insgesamten CO2-Fußabdruck beiträgt. Die Veredelung trägt ca. 10 Prozent des CO2-Fußabdrucks bei, die Herstellung des Mastfutters ca. 55 Prozent.

Toennies-CO2-pro-KG

Welchen Anteil haben einzelne Produktionsschritte am C02-Fußabdruck eines Schnitzels mit 1 kg Gewicht?

Durch unsere konsequenten Maßnahmen zur Ressourcen- und Energieeinsparung konnten wir im Werk Rheda-Wiedenbrück Einsparungen von 15.000 t CO2 im Jahr erzielen. Besonders im Bereich der Wärmerückgewinnung an den Flammöfen in der Schweineschlachtung sowie an allen Kälte- und Druckluftverdichtern und durch Investition in optimale Aggregate können wir aktiv CO2 einsparen.

Unsere Blockheizkraftwerke: Optimales Ressourcenmanagement

Wir investieren kontinuierlich in die Modernisierung und den Neubau modernster Anlagetechnik, um unseren Ressourcenverbrauch zu optimieren. Durch den Bau von insgesamt fünf Blockheizkraftwerken (BHKW) in Rheda-Wiedenbrück und in Sögel produzieren wir selbst einen Großteil des Stroms, den wir in der Produktion und Kühlung benötigen. Zudem sparen wir Ressourcen ein – das schont die Umwelt und den Geldbeutel. Unser BHKW folgt einer anspruchsvollen Technik, die auf der neuartigen NH3-Absorbertechnik basiert und eigens für Tönnies entwickelt wurde. Mithilfe des BHKW lassen sich die Strommengen des Energieanbieters und die selbst produzierte Strommenge effizient und einfach steuern. Wir nehmen eine gleichmäßige Strommenge von unserem Anbieter ab und können im Falle auftretender Spitzen diese durch unsere Eigenversorgung abdecken.
BHKW Rheda-Wiedenbrück:

  • mit drei Blockheizkraftwerken (drei x 2,7 MW elektrisch) wurden 2017 ca. 61 Mio. kWh Strom selber erzeugt
  • durch optimale Nutzung der Wärmeenergie Ersparnis von etwa 2800 t CO2

Zwei BHKW in Sögel:

  • Zwei Blockheizkraftwerke (zwei x 2 MW elektrisch)
  • durch optimale Nutzung der Wärmeenergie Ersparnis von zirka 1700 t CO2
    Mit den Blockheizkraftwerken erzeugen wir in Rheda-Wiedenbrück ein Drittel unseres Stroms selber, im Werk in Sögel entsteht sogar etwas mehr als die Hälfte des Stroms aus Selbsterzeugung.

Als weltweit agierender Industriebetrieb sind wir uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, sorgfältig mit Ressourcen umzugehen. Unser Anspruch ist die Vermeidung und Verminderung von Umweltbelastungen. Auf der Grundlage unseres Umwelt- und Energiemanagementsystems können wir einen verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen sichern.

Unsere nächsten Ziele

Durch den vermehrten Einsatz regenerativer Energien arbeiten wir daran, den Verbrauch von Primärenergie weiter deutlich zu reduzieren. Hier nutzen wir z.B. Erdwärme, Photovoltaik, Wärmepumpen und Solaranlagen.

Welche Rolle hat Umweltschutz bei Tönnies?

Wir sehen Umweltschutz als ausschlaggebenden Faktor für unseren Unternehmensalltag. Um unsere Prozesse stetig zu optimieren, erfassen wir alle umweltrelevanten Verbräuche und Prozessdaten. Diese Daten bewerten wir dann im Rahmen des Umwelt- und Energiemanagementsystems.

Der Experte

Fragen zum Ressourcenschutz an Susanne Lewecke, Leitung Umwelt- und Energiemanagement bei Tönnies

1Was tun Sie für den Umweltschutz?
Die zum Einsatz kommenden Medien werden permanent erfasst und in Relation zu den Produktionsmengen gesetzt. Wir analysieren und korrigieren Abweichungen zeitnah und trennen und verwerten so viel Abfall wie möglich.
2Wie gehen Sie bei der Aufbereitung oder Verwertung von Abwasser um?
Wir testen neue Umwelt- und Energietechnologien, z.B. bei der Abwasser- und Klärschlammbehandlung, aber auch bei der Abluftreinigung. Im Bereich Gewässerschutz sind unsere Anlagen gesichert, damit keine Verunreinigung von Gewässer oder Boden stattfindet. Das auf dem Betriebsgelände anfallende Wasser teilen wir in drei Bereiche: -Schmutzwasser -Oberflächenwasser: Das gesamte Oberflächenwasser der Verkehrsflächen wird über einen Retentionsbodenfilter gereinigt. -Dachflächenwasser (Input Tönnies: Was wird mit dem Schmutzwasser und Dachflächenwasser gemacht?)
1Wie verfahren Sie mit Gefahrstoffen, die eingesetzt werden?
Um größtmögliche Sicherheit bei der Lagerung von Gefahrstoffen zu gewährleisten, verwenden wir Rückhaltesysteme. Input Tönnies: Wie funktionieren diese Rückhaltesysteme?
2Wie reduzieren Sie die CO2-Emissionen?
Durch den Einsatz effizienter Aggregate gerade im Bereich Kälte- und Drucklufterzeugung erzielen wir hohe Einsparungen beim Strom. Ein großes Einsparpotential ergibt sich durch den intensiven Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen. Durch die Eigenstromerzeugung und die gleichzeitige Nutzung der Wärme durch Absorber können wir einen Großteil an CO2-Emissionen einsparen.

Fragen Sie uns!

Dialog ist uns wichtig. Deshalb wollen wir Ihre Fragen hören und uns mit den Themen auseinandersetzen, die Sie beschäftigen. Schreiben Sie uns!
Unser Ansprechpartnerin Susanne Lewecke, Leitung Umwelt- und Energiemanagement Tönnies, beantwortet Ihre inhaltlichen Fragen an dieser Stelle. Bei inhaltsgleichen Fragen werden die Antworten von uns gebündelt.

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