Wir alle wollen, dass die Tiere, deren Fleisch wir essen, vernünftig behandelt werden. Für uns bei Tönnies heißt das: 100 % Fokus auf Tierschutz für die uns zur Schlachtung anvertrauten Tiere.

Tierschutz & Schlachtung

Unsere Verantwortung gegenüber den Tieren

Als Marktführer sind wir verantwortlich, die Betreuung der Tiere in unseren Betrieben bestmöglichst zu gestalten. Beim Abladen, in den Warteställen und in den Bereichen der Betäubung und Schlachtung wird der Fokus auf das Wohlergehen des Tieres gelegt.


Wichtige Kennzahlen

Toennies-Betaeubungserfolg

Unsere Maßnahmen

Wie sieht der Tierschutz an unseren Standorten aus?

  • Tierschutzbeauftragte prüfen alle unsere Betriebe.
  • Alle Mitarbeiter, die mit lebenden Tieren umgehen, verfügen über den amtlichen Sachkundenachweis.
  • Videosysteme überwachen zentrale Schlachtabläufe und werden kontinuierlich ausgebaut.
  • Alle Schweineschlachtungs-Standorte arbeiten mit modernen CO2-Gruppen-Betäubungsanlagen für stressfreie Zuführung und tiefe Narkose.
  • Alle Rinderschlachtbetriebe haben moderne Betäubungsanlagen, um Fehlbetäubungen auszuschließen.
  • Wir investieren laufend in neue, zeitgemäße Tierschutzmaßnahmen.
  • Wir verfügen über eine eigene Stabsabteilung Tierschutz und Tiergesundheit.

Der Weg der Schweine-Schlachtung in unserem Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück

Tierschutz-Maßnahmen vor der Schlachtung von Schweinen

Folgende Maßnahmen und Instrumente haben wir nach der Ankunft der Schweine beispielsweise in Rheda-Wiedenbrück umgesetzt:

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Wasserberieselung

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Frischwassertränken

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Tiergerecht ansteigende Böden

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Fußbodenheizung

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Beruhigende Musik


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Lärmschutzdecke

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Farbiges LED Licht

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Videoaufzeichnung

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Akustisches Treiben

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Frischluftzufuhr

Wir sorgen an allen Stationen vom Abladen bis zur Entblutung für einen schonenden und möglichst stressfreien Umgang mit den Tieren.

Stressfreies Abladen und Ruhepause

Zutrieb zur Betäubung

Betäubung mit C02

Kontrollierte Entblutung

Geschultes Personal

Tägliche Eigenkontrollen

Der Weg der Rinder-Schlachtung in unserem Betrieb in Kempten

Tierschutz-Maßnahmen vor der Schlachtung von Rindern

Folgende Maßnahmen und Instrumente haben wir nach der Ankunft der Rinder beispielsweise in Kempten umgesetzt:

  • Rampen-Abtrieb nach dem Transport durch dafür geschulte Mitarbeiter
  • Wartestall-Aufenthalt von zwei bis drei Stunden
  • Trieb zur Betäubungsanlage über ansteigenden und rund gebauten Triebweg
  • In Einzelfällen protokollierter Einsatz von elektronischen Treibstöcken
  • Bolzenschuss-Betäubung mit permanenter Video-Überwachung
  • Augenlidreflex-Prüfung bei allen Tieren

Wir sorgen an allen Stationen vom Abladen bis zur Entblutung für einen schonenden und möglichst stressfreien Umgang mit den Tieren.

Stressreduktion hat Priorität

Ablade-Vorgang der Rinder

Runde Treibwege

Betäubung durch Bolzenschuss

Entblutung und Augenlidreflex-Kontrolle

Kontrolle durch interne Audits und amtliches Personal

Kontinuierliche Verbesserung

Trotz aller Vorkehrungen und Kontrollen können auch in Tönnies-Betrieben Fehler passieren. Unser Ziel ist es, diese so schnell wie möglich zu erkennen und umfassend aus ihnen zu lernen, um diese in Zukunft möglichst flächendeckend auszuschließen. 2017 waren die Behörden und wir nicht immer zufrieden mit den Wartezeiten der Transporter vor dem Abladen. Die immer voller werdenden Straßen und Autobahnen sorgen auch bei unseren Lieferanten dafür, dass die exakt geplanten Liefertermine manchmal nicht gehalten werden können. Mit neuen Planungs- und Logistikkonzepten haben wir hier Verbesserungen erreicht. Zusammen mit unseren Partnern arbeiten wir hier noch an weiteren Lösungen.

Unsere nächsten Ziele

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Durch Logistiksteuerung der Viehtransporte haben wir die Wartezeiten vor dem Abladen der Tiere bereits stark reduziert – daran arbeiten weiter.
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Wir entwickeln tierschutz­relevante Bereiche weiter: 2018 wollen wir den Stall in Kelling­husen erweitern und den Bodenbelag in Rheda modernisieren.
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Wir bauen die Videoüberwachung an Schlachtbetrieben aus. Das muss im Einklang mit dem Datenschutzrecht geschehen und will daher gut geplant sein.
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Über die Tönnies Forschung haben wir die Forschung für Betäubungsalternativen für Schweine angeschoben – sobald Ergebnisse vorliegen, legen wir fest, was wir verbessern.

Forschung für Tierwohl

Was macht die Forschungsabteilung bei Tönnies?

Verantwortlich handeln: Transport, Wartebereiche, Zuführung zur Schlachtung, Tiefenbetäubung, Entblutung und Kontrolle. Wir ruhen uns auf dem Stand der Technik nicht aus und suchen nach alternativen Betäubungsmethoden, um die Betäubung noch schonender durchzuführen. Ob Gas, Schaum oder weitere Alternativen, innerhalb der Tönnies Forschung arbeiten verschiedene Wissenschaftler an der Frage der Betäubung.

Aufgabe der Tönnies Forschung ist, durch die Förderung der Grundlagenforschung in den Bereichen Ernährung, Haltung und Transport von Tieren die Basis für weitere wissenschaftliche Erkenntnisse zu legen. In ihrem zwölfköpfigen unabhängigen Kuratorium, in dem Wissenschaftler, Tierschützer sowie Vertreter von Verbänden und Institutionen vertreten sind, werden die Forschungsprojekte diskutiert und über die Bescheide entschieden.

Weitere Informationen: www.toennies-forschung.de
Toennies-Verteilung

Die vier Gruppen des Kuratoriums

Meinung & Dialog

Fragen zum Tierschutz an Jörg Altemeier, Leiter Stabsstelle Tierschutz bei Tönnies

1Herr Altemeier, Sie sind bei Tönnies für den Tierschutz zuständig. Was versteht man bei Tönnies eigentlich unter Tierwohl?
Mit Tierwohl beschreiben wir die Lebensqualität unserer Nutztiere in allen Phasen ihres Lebens. Wesentliche Ziele sind es, die Gesundheit der Tiere zu fördern und ihre natürlichen Verhaltensweisen zu unterstützen. Die Tierwohlmaßnahmen gehen über die im Tierschutzrecht verankerten Mindestanforderungen an Haltung, Transport und Schlachtung von Nutztieren hinaus. Jeder bei Tönnies, der mit lebenden Tieren umgeht, ist für ihren Schutz in seinem Bereich verantwortlich. Um das zu sichern, führen wir standortübergreifend eine ganze Reihe von Maßnahmen durch, die im Tierschutz-Management zusammengefasst sind.
2Was konkret tut Tönnies im Tierschutz-Management?
Wir konzentrieren uns im Tierschutz-Management auf unsere Kernverantwortung, die Betreuung der Tiere vom Ende des Transportes bis zur Schlachtung. Beispielhaft dafür stehen die Bereiche Schulung von Mitarbeitern, Besatzdichte in den Transportern, Abladevorgang, Treibvorgang, Verfahrensweise mit kranken oder verletzten Tieren, Wartestall-Lüftung, Fußbodenheizung, Trinkwasser im Wartestall, Schallschutzdecken, Wassernebel-Kühlung, Stallmanagement im Sinne der Ruhezeiten nach dem Abladen, Zeitfenster Betäubung bis Entblutung, in dem eine Betäubungskontrolle bei jedem Tier zum Test der Wahrnehmungslosigkeit stattfindet, Entblutekontrolle. Die hohe Schlachtkapazität ist auch der Grund, warum es uns möglich ist, klare Richtlinien zu definieren, einzuhalten und zu überprüfen. Diese Vorgaben werden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Tönnies, den Transporteuren und weiteren Beteiligten vermittelt.
1Die CO2-Betäubung steht wegen der Anfangsphase der Betäubung in der Kritik. Warum wenden Sie diese Methode trotzdem an?
CO2 reizt die Schleimhäute der Schweine und löst in der ersten Phase der Betäubung für einige Sekunden Unwohlsein bei Tieren aus, das ist richtig. Sie ist aus unserer Sicht und der von vielen Wissenschaftlern die momentan in der Praxis tierschutzgerechteste Methode zur Tiefenbetäubung von Schweinen. Wir sind offen für eine Weiterentwicklung der Betäubung und suchen auch aktiv nach Alternativen. Die Tönnies Forschung hat hierzu verschiedene Forschungsprojekte begleitet, mit denen wir an einer Verbesserung der Methode arbeiten.
2Rinder sind großgewachsene, manchmal auch impulsive Tiere, wie werden diese von Ihnen betäubt?
Rinder sind durch ihren Körperbau eindrucksvolle Tiere. Die Betäubung findet durch einen Bolzenschuss statt. Damit nichts schief läuft, wird der Kopf des Tieres in unseren Anlagen leicht angehoben und fixiert, so dass der Mitarbeiter den Bolzenschuss fachgerecht setzen kann. Durch den Bolzenschuss ist das Tier schlagartig wahrnehmungslos, was zudem durch die Kontrolle des Augenlidreflexes kontrolliert wird. Damit stellen wir sicher, dass jedes Tier betäubt ist.

Fragen Sie uns!

Ihre Meinung und Ihre Fragen sind uns wichtig. Bitte fragen Sie nach, wenn Sie etwas interessiert oder Sie etwas nicht verstehen. Hier haben Sie die Chance sich eine Meinung aus erster Hand zu bilden.

Unser Ansprechpartner Jörg Altemeier, Leiter Stabstelle Tierschutz, beantwortet Ihre inhaltlichen Fragen an dieser Stelle. Bei inhaltsgleichen Fragen werden die Antworten von uns gebündelt.

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